Forschungsgruppe Langes Messer nach Lecküchner

verantwortlicher Trainer

Samara Ajjour

Zeit und Ort

Mittwoch 20.30 Uhr

Turnhalle der 92. Grundschule
Großzschachwitzer Straße 29, 01259 Dresden OT Großzschachwitz

Inhalt

Hier beginnt die Lehre des Messers und die besagt: wer fechten will im Messer, der soll lernen die rechte Kunst, und sich geben auf diese Art und Kunst…

Johannes Lecküchner, 1478

Bei der Waffe “Langes Messer“ sprechen wir von einer einhändig geführten Hieb- und Stichwaffe. Diese entwickelte sich im späteren Mittelalter aus der Bauernwehr. Es hält sich der Mythos, dass eine Gesetzeslücke ausgenutzt wurde: Das Führen eines Schwertes soll den einfachen Bürgern verboten gewesen sein. Das Führen eines langen Messer’s wiederum soll auch nicht adeligen Bürgern erlaubt gewesen sein. Ob dies tatsächlich so war ist nicht zweifelsfrei belegt. Ein besonderes Merkmal dieser Waffe war der Rüstnagel oder auch Wehrnagel. Dieser sollte vor allem die Hand vor Treffern schützen.

Unsere Forschungsgruppe befasst sich mit der Quelle Cgm 582 (Bayerische Staatsbibliothek München). Diese umfangreiche Abhandlung zum Fechten mit dem “Langen Messer“ wurde von Johannes Lecküchner verfasst. Er war vermutlich ein deutscher Priester und Fechtmeister der sein Werk 1482 verfasste. Dessen Widmung erfolgte zu Gunsten des Kurfürsten von der Pfalz Philipp dem Aufrichtigen.

Wir werden die Schnitte, Stiche und Häue sowie deren Versetze erforschen. Eben so werden wir erkennen, dass die einzelnen Stücke welche uns begegnen werden, aus umfangreichen und komplexen Techniken bestehen.

Bildquelle: Fechthandschrift cgm582, Johann Lecküchner , Bayerischen Staatsbibliothek München
Bildlizenz: CC BY-NC-SA 4.0